INKlusion, Lesvos
„INKlusion“ eröffnet auf Lesvos konkrete Bildungs- und Einkommensperspektiven für Menschen auf der Flucht – durch soziale Unternehmertätigkeit im kreativen Bereich. Gleichzeitig entstehen Räume der Begegnung, in denen Zusammenarbeit Vorurteile abbaut und gesellschaftlicher Zusammenhalt wächst.
Das Projekt
Auf Lesvos leben tausende Geflüchtete unter prekären Bedingungen – mit wenig Zugang zu würdevoller Arbeit und langfristigen Perspektiven. Der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist für viele durch strukturelle Hürden erschwert. Besonders Jugendliche und Frauen sind von diesen Barrieren betroffen und finden trotz vorhandener Potenziale nur schwer nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten. Fehlende Netzwerke, unsichere Aufenthaltsbedingungen und begrenzte Qualifizierungsangebote erschweren eine stabile Integration zusätzlich.
INKlusion setzt hier an und entwickelt ein dreijähriges Pilotprojekt für soziale Unternehmertätigkeit im professionellen Siebdruck. Im Gemeinschaftszentrum Paréa Lesvos werden Teilnehmende quartalsweise in Siebdrucktechnik, Designvorbereitung, Produktionsplanung und Auftragsabwicklung geschult. Die Ausbildung ist praxisnah organisiert: Produziert werden reale Kundenaufträge wie T-Shirts, Taschen oder Poster. So verbinden sich Lernen und direkte Anwendung von Anfang an.
Ergänzend stärken Creative-Workshops Ausdrucksfähigkeit, visuelles Storytelling und unternehmerisches Denken. Eigene Motive und Botschaften finden ihren Weg auf Textilien und Druckprodukte – und erzählen neue, selbstbestimmte Geschichten von Migration und Vielfalt.
Mindestens 180 Personen erhalten eine strukturierte Qualifizierung. Es entstehen feste Arbeitsplätze sowie langfristige Kundenpartnerschaften in Griechenland und Europa.
So wächst ein skalierbares Modell, das wirtschaftliche Teilhabe, Selbstwirksamkeit und interkulturellen Dialog verbindet – und aus Kreativität konkrete Zukunftschancen macht.