Schon viel erreicht

Angela Merkel besucht help alliance-Projekt Kiron Open Higher Education in Berlin und unterstreicht dessen Relevanz

Ende August hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Projekt der help alliance besucht. Sie war zu Gast bei Kiron Open Higher Education, das geflüchteten Studierenden wieder Zugang zu universitärer Bildung ermöglicht. Das Konzept hat Erfolg: Durch die Bündelung weltweiter Online-Kurse renommierter Universitäten und weiterer von Kiron entwickelter Angebote sind zahlreiche Flüchtlinge einem Uni-Abschluss einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Bei Merkels Besuch stellten die Studierenden die neue digitale Lernplattform „Kiron Campus“ vor. Das Gelernte kann dann im Study Center in den Berliner Spreewerkstätten vertieft werden. Der Ort des Lernens und der Begegnung wurde von der help alliance finanziert und Ende Januar 2017 eröffnet.  

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Kiron Open Higher Education

Die Bundeskanzlerin zeigte sich begeistert vom innovativen Bildungsangebot des sozialen Start-ups. “Erstmal bin ich beeindruckt, was Sie hier auf die Beine gestellt haben. Zweitens freue ich mich, dass Sie so viele Unterstützer haben“, so Merkel. 

So zum Beispiel durch Mitarbeiter der Lufthansa Group, die im begleitenden Mentoren-Programm aktiv sind. „Die Lernpatenschaft der Lufthansa-Mentoren stärkt auf beiden Seiten die interkulturellen und beruflichen Kompetenzen. Solche Offline-Angebote sind wichtig, damit unsere Studierenden positive Lernerfolge erzielen, aber auch einen sozialen Kontaktpunkt haben“, sagt Vincent Zimmer, Mitbegründer von Kiron.

Neben Bildung sind soziale Kontakte und das Einleben in die neue Kultur zentrale Faktoren einer erfolgreichen, nachhaltigen Integration. Das gemeinsame Mentoren-Programm von Kiron und der help alliance ist daher ein wichtiger Bestandteil des Studienangebots. Rund ein Dutzend Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gesellschaften der Lufthansa Group begleiten die Studierenden auf ihrem Weg und stehen ihnen beratend zur Seite. Ende September startet die zweite Runde des professionellen Mentorentrainings für Lufthansa Group-Mitarbeiter.

In einer offenen Gesprächsrunde sprachen die Studierenden über ihre persönlichen Erfahrungen und Erfolge durch das Studium bei Kiron, äußerten aber auch Wünsche und Bedenken. Unzureichende öffentliche Informationen, unklare Aussichten auf Finanzierung, oder Probleme bei der Anerkennung vorheriger Abschlüsse stellen oft unüberwindbare Barrieren für die Geflüchteten.

Das Studium mit Kiron ist gebührenfrei und bietet einen international anerkannten Bachelor-Abschluss in vier Studiengängen.

Nach wie vor hat Kiron das Ziel vor Augen, das Projekt wachsen zu lassen und mehr junge Menschen zu befähigen, ihr Studium in Deutschland fortzusetzen. „Wir befindet sich an einem ausschlaggebenden Punkt, an dem weitere Spenden den entscheidenden Unterschied machen. Mit der Unterstützung durch Spenden können wir auch in Zukunft unseren geflüchteten Studierenden freien Zugang zu unserer Plattform garantieren, und unser Angebot weiterentwickeln und verbessern“, sagt Zimmer.

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