Spielerische Sprachförderung für Migrantenkinder

Flörsheim, Deutschland

Die Gemeinde Flörsheim weist eine zunehmende Verschiebung der Einwohner auf, Eigenheimbesitzer ziehen weg, Flüchtlinge bekommen Wohnungen, Häuser und Gemeinschaftsunterkünfte zugewiesen. Die Stadt ist mit der Betreuung von über 250 Migrantenfamilien überfordert, finanzielle Unterstützung steht nur für einen viel zu kleinen Teil der Flüchtlinge zur Verfügung.

Die Hilfsbereitschaft der Einwohner ist hingegen beeindruckend. So kamen Freiwillige und Ehrenamtliche im Vereinshaus von Stern des Südens e.V. zusammen und haben sich an zwei Nachmittagen der Migrantenkinder angenommen. Das besondere Konzept dabei: die Kinder spielerisch und kreativ an die deutsche Sprache heranzuführen.

Aus der anfänglichen Pilotmaßnahme ist nun ein reguläres Bildungs- und Förderprogramm geworden. Honorarkräfte und ehrenamtliche Unterstützer haben Lehrkonzepte entwickelt, die Räumlichkeiten bereitgestellt und setzen das spielerische und doch konzentrierte Sprachtraining engagiert fort.

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Spielerische Sprachförderung für Migrantenkinder, Flörsheim

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Projektleitung

Flörsheim, Deutschland

Michael Kopf, Deutschland

Micha Kopf

Details & Erfolge

Spielerische Sprachförderung für Migrantenkinder, Flörsheim, Deutschland

Bildung und Sprachförderung durch Anreize beim Malen, Spielen und sportlicher Betätigung sind die elementaren Bestandteile des Projektes.

Ziel ist es, Kindern mit Migrationshintergrund spielerisch die Deutsche Sprache beizubringen und sie so in die Gesellschaft zu integrieren. Sie werden zurzeit in „Auffangklassen“ in der Grundschule unterrichtet, die für Migrantenkinder ohne Deutschkenntnisse eingerichtet wurden. Diese Nachhilfe reicht aber bei weitem nicht aus, um die Migrantenkinder schnellstmöglich unterrichtsfit zu machen.

Sobald die Kinder die Sprache gut verstehen, kommen sie in die Regel-Schule, werden aber zusätzlich weiter unterstützt.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Eltern der Kinder ebenfalls die deutsche Sprache erlernen und so einem Beruf nachgehen können. Die Eltern, die ihre Kinder zu uns begleiten, verlieren außerdem die Scheu vor ihrem neuen Heimatland. Sie vertrauen den Helfern teilweise ihre Sorgen an, so dass über den Unterricht der Kinder hinaus Integrationsarbeit geleistet wird. Beispielsweise wird ihnen beim Ausfüllen von Behördenformularen geholfen, Gesundheitsratschläge erteilt und Beschäftigungsmöglichkeiten der Kinder verdeutlicht– wie z.B. der Besuch eines Sportvereins.

Bemerkenswert ist weiter, dass vor allem auch Frauen und Mütter ihre Scheu verlieren – anfangs wurden die Kinder nur von den Vätern gebracht – und sich mit unserer Unterstützung mehr und mehr integrieren möchten.

In Zusammenarbeit mit der Paul-Maar-Schule unterstützen wir auch den Ansatz eines „Sozialtrainingsraumes“, ein Konzept, um interkulturelle Aspekte zu verstehen und gemeinsam einen toleranten, rücksichtsvollen und freundlichen Umgang zu etablieren.

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